Presse- und Textarchiv

 

JAHRESRÜCKBLICK April 2017 bis Juli 2018

Monatliche Treffen finden üblicherweise jeden 2. Dienstag in “Wenger’s Brettl” um 20 Uhr statt. Aktuelle Informationen aus Stadt- und Kreistag geben Sonja Kuban als Stadträtin und Barbara Geppert als Kreisrätin.

Pressemitteilungen an hiesige Zeitungen

Rückblick und Vorschau:

Interkulturelle Woche
Keine Teilnahme,wie schon 2017, eventuell für 2018 Unterstützung bei einem uns zusagenden Projekt

Kandidaten zur Bundestagswahl stellten sich der Diskussion
Eine Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl veranstalteten die Nördlinger und DonauRieser Frauenlisten am Donnerstag, 14. September, um 19.00 Uhr im JUFA, Nördlingen. Bis auf den Bundestagskandidaten der AfD stellten sich die übrigen Kandidaten unseres Wahlkreises der Diskussion, leider ohne weibliche Beteiligung. Regina Thum-Ziegler leitete souverän die Veranstaltung. Wie angekündigt konnten auch die ZuhörerInnen ihre Fragen an die Kandidaten richten, und es entstand eine sehr lebhafte und interessante Diskussion. Die Resonanz war so gut, dass einige BesucherInnen nur Stehplätze hatten.

Tag gegen Gewalt an Frauen mit Solwodi
SOLWODI engagiert sich seit über 30 Jahren für Prostituierte. Frau Unterreithmeier aus Augsburg berichtete am 24. November 2017 von aktuellen Fällen aus ihrer Streetworkarbeit, der Prozessbegleitung, der Betreuung Betroffener und der nach wie vor beschämenden Situation in Deutschland. Das neue Gesetz, das dem besseren Schutz der Prostituierten dienen sollte, zeigt wenig Wirkung.
Ca. 60 BesucherInnen beteiligten sich lebhaft an der Diskussion und würdigten die Arbeit von SOLWODI.

Internationaler Frauentag 2018:
Dieses Jahr wagten wir uns an eine Posterausstellung zum Thema „ Wie will ich leben, wenn ich ALT bin“. Mit Unterstützung und aktiver Mithilfe von Frau Häffner fand sie vom 6. bis 17. März in den Räumen der Stadtbibliothek statt. Zum Internationalen Frauentag am 8. März sollte von den Autorinnen der Ausstellung eine Power-Point-Präsentation und ein Dialogvortrag stattfinden. Ganz kurzfristig konnten sie nicht anreisen, so dass uns per Internet der Vortag übermittelt wurde. Souverän gestaltete dann Sonja Kuban mit Unterstützung unserer Mitglieder den Abend.
Sehr erfreulich war, dass zahlreiche Besucherinnen ( ca. 40 ) zu unserem Angebot kamen, und die anschließende Diskussion recht lebhaft war.

Mehrgenerationenhaus in der Maria-Holl-Strasse
Einige Mitglieder besuchten im April das Haus. Wir hatten ein sehr aufschlussreiche Führung.

Wir unterstützen einmalig mit einer Spende ein Projekt der Stadtbibliothek als Anerkennung für die Hilfsbereitschaft und stets tatkräftige Mitarbeit. Frau Häffner wird uns noch mitteilen, welches Projekt sie durchführen will.

Folgende Themen waren immer wieder Diskussionsstoff:
- Popularklage
- Flüchtlinge
- Verkehrsplanung und Parksituation in der Kernstadt
- Bauvorhaben der Stadt
- Wohnungsbau allgemein
- gKU

Geplant ist eine Podiumsdiskussion mit den Landtags-/Bezirkstagskandidaten unseres Wahlkreises am Donnerstag, den 27. September 2018, im JUFA. Wir hoffen, dass diesmal

 

Frauenlisten übergeben Geldspende an LernCafé

Seit Mai 2018 gibt es das „Lerncafé“ in der Stadtbibliothek Nördlingen. Dort können Neuzugewanderte – Flüchtlinge, Migranten - mit dem Lernportal "Ich will Deutsch lernen" im Internet zusätzlich die deutsche Sprache üben. Zwei ehrenamtliche Helferinnen unterstützen die Lernenden bei Bedarf. Dieses sinnvolle Angebot soll durch weitere Medien und Deutsch-Sprachkurse ergänzt werden.
Die Mitglieder der Donau-Rieser und der Nördlinger Frauenliste sind so überzeugt
von diesem Projekt. dass sie mit einer Geldspende in Höhe von 200 Euro
zum Gelingen beitragen wollen.

Spendenübergabe in der Stadtbibliothek
v.li.n.re. Silvia Gollmer (Donau-Rieser Frauenliste), Birgit Ludwig (Nördlinger Frauenliste), Sabine Meilinger-Kunzmann (LernCafé), Kathrin Häffner (Stadtbibliothek)

Foto: Kornelia Volk

 

Augsburger Allgemeine (Lokales: Nördlingen) von 01.08.2018
Frauenliste: Birgit Ludwig bleibt Vorsitzende

Regina Thum-Ziegler übt Kritik an der Unterrepräsentanz von Frauen in politischen Gremien

Wenn die Wahlgesetzgebung geschlechtergerechte Vorgaben machen würde, so die Überzeugung der Kreisrätin und Vorsitzenden des Landesverbands Frauenlisten Bayern, Regina Thum-Ziegler, könnte relativ schnell die bestehende massive Unterrepräsentanz der weiblichen Bevölkerungshälfte in politischen Gremien deutlich verringert werden. Doch bis dahin sei es noch ein langer Weg, so eine Pressemitteilung.

Die angestrengte Popularklage beim Bayerischen Verfassungsgerichtshof sei Ende März leider abgelehnt worden. Nun hätten die Frauenlisten mit weiteren Einzelpersonen am 3. Mai Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe eingereicht. Darüber informierte Thum-Ziegler die Mitglieder der Donau-Rieser und Nördlinger Frauenliste bei ihrer Jahreshauptversammlung.

Einen Jahresrückblick über die Projekte und Veranstaltungen gaben die Vorsitzende der Nördlinger Frauenliste, Birgit Ludwig und die Schriftführerin Silvia Gollmer. So kam nochmals die gut besuchte Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl mit den Direktkandidaten zur Sprache, die in Nördlingen auf großes Interesse gestoßen war. Anlässlich des Tags gegen Gewalt an Frauen fand in der Nördlinger Stadtbibliothek ein Vortrag des Vereins Solwodi statt. Im Brennpunkt standen das Für und Wider des neuen Gesetzes zum besseren Schutz Prostituierter, das leider wenig der erhofften Wirkung zeige, so die Referentin. Diskutiert wurde, ob es nicht eine grundsätzliche Frage der Menschenwürde sei, Prostitution per se zu verbieten, wie es in anderen Ländern bereits Usus sei. Ebenfalls in der Stadtbibliothek präsentierten die Frauenlisten mit Unterstützung der Bibliotheksleitung, Kathrin Häffner, die Poster-Ausstellung begleitend zu einem Dialog-Vortrag zum Thema „Wie will ich leben, wenn ich alt bin“. Darauf folgte eine Besichtigung des Mehrgenerationen-Hauses in der Maria-Holl-Straße. Zusammen mit der Nördlinger Stadträtin Sonja Kuban wurden in den monatlichen Treffen der Frauenliste weitere Themen behandelt wie die Verkehrsplanung und Parksituation in der Kernstadt, diverse Bauvorhaben, Sozialer Wohnungsbau, Pflegenotstand und Hallenbad. Beschlossen wurde an diesem Abend, der Stadtbibliothek für das Projekt „Lerncafé“ eine Spende in Höhe von 200 Euro zu übergeben. So können spezielle Deutsch-Sprachkurs-Medien angeschafft werden, mit denen fremdsprachige Mitbürger die Möglichkeit erhalten, ihre Deutsch-Kenntnisse zu verbessern.

Bei den Neuwahlen der Nördlinger Frauenliste ergaben sich keine Veränderungen: Der gesamte Vorstand wurde im Amt einstimmig bestätigt: Birgit Ludwig (Erste Vorsitzende), Sonja Kuban (Zweite Vorsitzende), Silvia Gollmer (Schriftführerin), Maria Leunissen (Kassiererin) und die Beisitzerinnen Sabine Handl und Heidi Hager. (pm)

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Augsburger Allgemeine (Lokales: Nördlingen) von 13.03.2018

Debatte: Impulsvortrag im besten Sinne


In der Nördlinger Stadtbibliothek ist eine Ausstellung zu sehen, initiiert von den Frauenlisten Nördlingen und Wemding. Dabei geht es um die Frage, wie Frauen leben wollen (und können), wenn sie alt sind.
Bild: Peter Urban

 

In der Nördlinger Stadtbibliothek ist eine Ausstellung zu sehen, die sich mit dem Leben von Frauen im Alter beschäftigt. Die Vernissage verlief ganz anders, als geplant

VON PETER URBAN
Zunächst der Schreck: Die beiden Referentinnen, welche die Donau-Rieser Frauenlisten Nördlingen und Wemding in die Stadtbibliothek zur Ausstellungseröffnung „Wie können Frauen im Alter leben?“ eingeladen hatten, waren auf der Autobahn (wie auch immer) stecken geblieben und so musste ganz schnell improvisiert werden. Der Vortragssaal war voll, sogar vier Männer hatten den Weg dahin gefunden und frau und man warteten gespannt auf Vortrag und Gespräch zur Ausstellung.

Die Nördlinger Stadträtin Sonja Kuban übernahm kurzerhand die Initiative und die Moderation, teilte drei Frauenpaare ein, die abwechselnd den als Dialog aufgebauten Vortrag stellvertretend für die beiden Autorinnen zu Gehör brachten. Was verständlicherweise anfangs etwas holprig klang, entwickelte sich dann aber als inspirierender Impuls für die nachfolgende, überaus rege Diskussion.

Zunächst die Fakten: Frauen verdienen in Deutschland immer noch 21 Prozent weniger als Männer, sie sind politisch unterrepräsentiert und nicht nur deshalb gilt hier in unserem reichen Land jede fünfte Frau im Alter als arm. Zur Altersarmut kommt noch die Angst vor Vereinsamung, denn Frauen werden in aller Regel älter als (ihre) Männer und müssen sich mehr denn je Gedanken machen über ihre Lebensgestaltung nach Kindererziehung und/oder Berufsleben. Die Ausstellung „Wie will ich leben, wenn ich alt bin“, die noch bis zum 17. März zu sehen ist, beschreibt zum einen, wie die Lebenswelt älterer Frauen tatsächlich aussieht. Zum anderen zeigt sie auf, wie vielfältig das Leben jenseits der 60 für Frauen sein kann. Und sie spricht die Möglichkeiten unterschiedlicher Lebensformen konkret an: Woran müssen wir heute denken, damit wir morgen sorgenfrei leben können? Es geht um rechtliche wie finanzielle Aspekte, die das Leben im Alter bestimmen.

Leider sind die Roll-up-Displays dieser Wanderausstellung etwas sperrig gestaltet und bisweilen etwas zu wissenschaftlich formuliert, um spontan packende Initiativen auszulösen. Am Vortragsabend jedoch waren diese Impulse und Anregungen Gegenstand eines regen Gedankenaustausches. Sonja Kuban hatte alle Hände voll zu tun, die Wortmeldungen zu kanalisieren und selbst nachdem der offizielle Teil weit nach dem ursprünglich geplanten Ende der Veranstaltung beendet war, diskutierte man untereinander munter weiter.

Der Tenor, der während der Beiträge immer wieder gehört wurde „es müsste, könnte, sollte …“ wurde zumindest an diesem Abend in lebendige konkrete Kommunikation umgesetzt. Es wäre den Donau-Rieser-Frauenlisten (und nicht nur dieser politischen Gruppierung) sehr zu wünschen, dass aus solchen wohlfeilen Ideen und Wünschen handfeste Maßnahmen würden. Die Ausstellung „Wie will ich leben, wenn ich alt bin“ ist noch bis 17. März während der Öffnungszeiten der Nördlinger Stadtbibliothek zu sehen.
Der Eintritt ist frei.
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INTERNATIONALER TAG GEGEN GEWALT AN FRAUEN AM 25. November 2017

Vortrag von SOLWODI „Ware Frau“

Anläßlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen laden die Nördlinger und Donau-Rieser Frauenlisten am Freitag, den 24.11.17, um 19.30 Uhr in die Stadtbibliothek Nördlingen ein.

Seit 1999 wird der 25. November als Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen ( Beschluß der UN- Generalversammlung) abgehalten. Weltweit soll so das Interesse auf die Situation der Frauen gelenkt und Strategien zur Bekämfung in den Mittelpunkt gestellt werden.

Gewalt gegen Frauen ereignet sich weltweit täglich und in verschiedenen Kontexten. Es werden dazu psychische, physische und sexuelle Gewalt gerechnet..Die WHO benennt Gewalt gegen Frauen als eines der größten Gesundheitsrisiken für Frauen weltweit.

 Mehrere Presseberichte der Augsburger Zeitung in diesem Jahr belegen, dass vor Ort dringender Handlungsbedarf besteht. Ca. 600 Prostituierte „arbeiten“ laut Poiizei in Augsburg.

SOLWODI engagiert sich seit über 30 Jahren für Prostituierte. Frau U.aus Augsburg berichtet von aktuellen Fällen aus der Streetworkarbeit, der Prozessbegleitung, der Betreuung Betroffener und der nach wie vor beschämenden Situation in Deutschland Ein 20-minütiger Film lässt Experten zu Wort kommen, zeigt die Situation in Herkunftsländern und Schicksale betroffener Frauen.

 

Kandidaten zur Bundestagswahl stellen sich der Diskussion

Eine Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl veranstalten die Nördlinger und DonauRieser Frauenlisten am Donnerstag, 14. September, um 19.00 Uhr im JUFA, Nördlingen, Bleichgraben 3A. Interessierten BürgerInnen soll die Möglichkeit geboten werden, Kandidaten der zur Wahl stehenden Parteien aus unserem Wahlkreis persönlich kennenzulernen. Bei der öffentlichen Veranstaltung können Fragen gestellt und eigene Erwartungen mit den Parteienvertretern diskutiert werden, um politische Fahrpläne kennen zu lernen und zu hinterfragen. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.

 

Pressemitteilung 3.5.2017

„Wir sind Fraktionsvorsitzende“

Donauwörth - Nördlingen (pm). Genau zur Halbzeit der Wahlperiode gibt es einen Wechsel beim Fraktionsvorsitz der Frauen/ödp/FW-Fraktion im Kreistag: Die bisherige stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Kreisrätin der Frauenliste Regina Thum-Ziegler übernimmt gemäß Fraktionsvereinbarung von Dr. Andreas Becker (ödp) das Amt an der Spitze ihrer Fraktion. Darüber, so die Vorsitzende der Donau-Rieser Frauenliste und Kreistagskollegin Barbara Geppert, freuen wir uns sehr. Bei der jüngsten Versammlung überreichten ihr die Frauenlisten-Mitglieder einen Blumenstrauß.

Regina Thum-Ziegler, die seit 2002 im Kreistag vertreten ist, reagierte auf die „Vorschusslorbeeren“ mit einem spontanen Kommentar: „Wir sind Fraktionsvorsitzende!“ Damit werde die Verteilung in der Runde der Fraktionsvorsitzenden endlich ein wenig paritätischer (von fünf 2 Frauen). Insgesamt sei die Geschlechterbilanz im Kreistag beschämend. Von 60 Kreissitzen seien nur 13 weiblich besetzt, macht einen Anteil von gerade 21,6 Prozent. Stellvertretende Landrätinnen gebe es keine einzige.

Daher sei es wichtig, in den verbleibenden drei Jahren bis zur nächsten Kommunalwahl der weiblichen Stimme in den politischen Kreisgremien noch mehr Gehör zu verschaffen und frauenspezifische Themen anzupacken. Ich möchte Lobbyarbeit machen für die Sache der Frauen in Bezug auf gerechte Bezahlung, gesellschaftliche Anerkennung der Care-Aufgaben. Als TopArbeitgeber könne der Landkreis mit gutem Beispiel vorangehen.

Eine weitere Aufgabe sei es, Frauen zu motivieren, die Kommunalpolitik selbst zu gestalten und die anstehenden Bundestags-, Landtags- und Bezirkstagswahlen als Plattform zu nutzen, für mehr Geschlechtergerechtigkeit zu sorgen.

Die studierte Politologin und Psychologin Thum-Ziegler habe langjährige Erfahrungen als frühere Wemdinger Stadträtin und verfüge über gute Kontakte auf Landesebene. So vertritt sie als Delegierte im Bayerischen Landesfrauenrat die Frauenlisten in ganz Bayern, deren Vorsitzende sie auch ist. Beruflich engagiert sich die Sozialbetriebswirtin und Familientherapeutin seit Jahrzehnten als geschäftsführende Vorsitzende im Bereich der Kinderbetreuung beim Kinderherz e.V. Wemding.

 

KREISTAG - 10. Mai 2017 - Augsburger Allgemeine

Regina Thum-Ziegler ist jetzt an der Spitze der Fraktion

Die Hälfte der Wahlperiode ist vorbei. Deshalb gibt es bei der Fraktion Frauen/ÖDP/FW wie vorgesehen einen Personalwechsel.

Regina Thum-Ziegler ist jetzt Fraktionsvorsitzende der Frauen/ÖDP/FW. Foto: Widemann

Genau zur Halbzeit der Wahlperiode gibt es einen Wechsel beim Fraktionsvorsitz der Frauen/ÖDP/FW-Fraktion im Kreistag: Die bisherige stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Kreisrätin der Frauenliste, Regina Thum-Ziegler, übernimmt gemäß Fraktionsvereinbarung von Dr. Andreas Becker (ÖDP) das Amt an der Spitze ihrer Fraktion. Darüber, so die Vorsitzende der Donau-Rieser Frauenliste und Kreistagskollegin Barbara Geppert, „freuen wir uns sehr“. Bei der jüngsten Jahreshauptversammlung überreichten ihr die Frauenlisten-Mitglieder einen Blumenstrauß. Regina Thum-Ziegler, die seit 2002 im Kreistag vertreten ist, reagierte auf die „Vorschusslorbeeren“ mit einem spontanen Kommentar, so die Pressemitteilung: „Wir sind Fraktionsvorsitzende.“ Damit werde die Verteilung in der Runde der Fraktionsvorsitzenden endlich ein wenig paritätischer (von fünf sind zwei Frauen). Insgesamt sei die Geschlechterbilanz im Kreistag beschämend, so die Mitteilung weiter. Von 60 Kreissitzen seien nur 13 weiblich besetzt, dies mache einen Anteil von gerade 21,6 Prozent. Stellvertretende Landrätinnen gebe es keine einzige. Daher sei es wichtig, in den verbleibenden drei Jahren bis zur nächsten Kommunalwahl der weiblichen Stimme in den politischen Kreisgremien noch mehr Gehör zu verschaffen und frauenspezifische Themen anzupacken. „Ich möchte Lobbyarbeit machen für die Sache der Frauen, zum Beispiel in Bezug auf gerechte Bezahlung, gesellschaftliche Anerkennung der Care-Aufgaben. Als Top-Arbeitgeber könne der Landkreis mit gutem Beispiel vorangehen.“ Eine weitere Aufgabe sei es, Frauen zu motivieren, die Kommunalpolitik selbst zu gestalten und die anstehenden Bundestags-, Landtags- und Bezirkstagswahlen als Plattform zu nutzen, für mehr Geschlechtergerechtigkeit zu sorgen. Die studierte Politologin und Psychologin Thum-Ziegler war 18 Jahre im Wemdinger Stadtrat und verfügt über gute Kontakte auf Landesebene. So vertritt sie als Delegierte im Bayerischen Landesfrauenrat die Frauenlisten in ganz Bayern, deren Vorsitzende sie auch ist. Beruflich engagiert sich die Sozialbetriebswirtin und Familientherapeutin seit Jahrzehnten als geschäftsführende Vorsitzende im Bereich der Kinderbetreuung beim Kinderherz e. V. Wemding. (pm).

 

KREISTAG - 11. Mai 2017 - Augsburger Allgemeine

Thum-Ziegler an der Spitze der Fraktion

Bei Frauen/ÖDP/FW gibt es, wie vorgesehen, einen Personalwechsel

Genau zur Halbzeit der Wahlperiode gibt es einen Wechsel beim Fraktionsvorsitz der Frauen/ÖDP/FW-Fraktion im Kreistag: Die bisherige stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Kreisrätin der Frauenliste, Regina Thum-Ziegler, übernimmt gemäß Fraktionsvereinbarung von Andreas Becker (ÖDP) das Amt an der Spitze ihrer Fraktion. Darüber, so die Vorsitzende der Donau-Rieser Frauenliste und Kreistagskollegin Barbara Geppert, „freuen wir uns sehr.“ Bei der jüngsten Jahreshauptversammlung überreichten ihr die Frauenlisten-Mitglieder einen Blumenstrauß. Regina Thum-Ziegler, die seit 2002 im Kreistag vertreten ist, reagierte auf die „Vorschusslorbeeren“ mit einem spontanen Kommentar, so die Pressemitteilung: „Wir sind Fraktionsvorsitzende.“ Damit werde die Verteilung in der Runde der Fraktionsvorsitzenden endlich ein wenig paritätischer (von fünf sind zwei Frauen). Insgesamt sei die Geschlechterbilanz im Kreistag beschämend, so die Mitteilung weiter. Von 60 Kreissitzen seien nur 13 weiblich besetzt, dies mache einen Anteil von gerade einmal 21,6 Prozent. Stellvertretende Landrätin gebe es keine einzige. Daher sei es wichtig, in den verbleibenden drei Jahren bis zur nächsten Kommunalwahl der weiblichen Stimme in den politischen Kreisgremien noch mehr Gehör zu verschaffen und frauenspezifische Themen anzupacken. „Ich möchte Lobbyarbeit machen für die Sache der Frauen, zum Beispiel in Bezug auf gerechte Bezahlung, gesellschaftliche Anerkennung der Care-Aufgaben. Als Top-Arbeitgeber könnte der Landkreis mit gutem Beispiel vorangehen.“ Eine weitere Aufgabe sei es, Frauen zu motivieren, die Kommunalpolitik selbst zu gestalten und die anstehenden Bundestags-, Landtags- und Bezirkstagswahlen als Plattform zu nutzen, für mehr Geschlechtergerechtigkeit zu sorgen. Die studierte Politologin und Psychologin Thum-Ziegler war 18 Jahre im Wemdinger Stadtrat und verfügt über gute Kontakte auf Landesebene. So vertritt sie als Delegierte im Bayerischen Landesfrauenrat die Frauenlisten in ganz Bayern, deren Vorsitzende sie auch ist. Beruflich engagiert sich die Sozialbetriebswirtin und Familientherapeutin seit Jahrzehnten als geschäftsführende Vorsitzende im Bereich der Kinderbetreuung beim Kinderherz e. V. Wemding. (pm).

 

Jahreshauptversammlung der Nördlinger und Donau-Rieser Frauenlisten

Im Gemeindehaus in Holheim versammelten sich die Mitglieder der Nördlinger und DonauRieser Frauenlisten zu ihrer Jahreshauptversammlung. Wahlen standen diesmal nicht an.

 Im Jahresbericht wurde auf die Aktivitäten der letzten Monate zurückgeblickt:

Am Internationaler Tag der Frau ( 8.März ) wurde wieder etwas Neues gewagt: Mit Unterstützung der Bücherei Lehmann und unter aktiver Hilfe der Stadtbibliothek fand die Buchvorstellung über eine Frauenfreundschaft statt. Sehr erfreulich war, dass ca. 60 Besucherinnen das Angebot annahmen, und es so ein gelungener Abend war.

Bei den monatlichen Treffen waren zahlreiche Themen wie z.B. Parken in der Altstadt, Flüchtlinge immer wieder Diskussionsstoff.

Aktuelle Informationen aus Kreistag und Stadtrat rundeten die Versammlung ab.. Sehr positiv gewürdigt wurde, dass Regina Thum-Ziegler ab sofort Fraktionsvorsitzende der Kreistagsfraktion ist ( s. eigener Bericht).

 

JAHRESRÜCKBLICK Juni 2016 bis April 2017

Monatliche Treffen finden üblicherweise jeden 2. Dienstag in “Wenger’s Brettl” um 20 Uhr statt. Aktuelle Informationen aus Stadt- und Kreistag geben Sonja Kuban als Stadträtin und Barbara Geppert als Kreisrätin.

Pressemitteilungen an hiesige Zeitungen

Rückblick und Vorschau:

Interkulturelle Woche

Keine Teilnahme, für 2017 eventuell Unterstützung bei einem uns zusagenden Projekt

Tag gegen Gewalt an Frauen und Equal-pay-Day

Die Möglichkeit, zu beiden Terminen wieder eine gemeinsame Veranstaltung mit den „bunten Frauen“ durchzuführen, war nicht gegeben.

Internationaler Frauentag 2017

Dieses Jahr wagten wir wieder etwas Neues. Mit Unterstützung der Bücherei Lehmann und aktiver Mithilfe von Frau Häffner und Frau Burger von der Stadtbibliothek fand eine Buchvorstellung statt. Es ging um die zwei ersten Bände einer Tetralogie über eine Frauenfreundschaft in Neapel beginnend. Autorin ist Elena Ferrante, eine italienische Autorin, die inkognito bleibt.

Sehr erfreulich war, dass zahlreiche Besucherinnen ( ca. 60 ) unser Angebot annahmen, und es so ein gelungener Abend war.

Wir unterstützen einmalig mit einer Spende die Mädchenarbeit der städtischen Jugendsozialarbeiterin. Der Termin für die Spendenübergabe steht noch aus.

Folgende Themen waren immer wieder Diskussionsstoff:

- Flüchtlinge

- Wemdinger Tunnel

- Verkehrsplanung im der Kernstadt

- Parksituation in der Kernstadt

- Bauvorhaben der Stadt u.a. Schulen, Bahnhof

- gKU und seine Servicegesellschaft

Gez. Silvia Gollmer, im April 2017

 

Buchvorstellung am Weltfrauentag 2017

Die Nördlinger und die Donau-Rieser Frauenlisten laden am Mittwoch, den 8. März, um 19.30 Uhr, zu ihrer traditionellen Veranstaltung zum Weltfrauentag in die Stadtbibliothek in Nördlingen ein..

Vorgestellt werden die ersten beiden Bände der neapolitanischen Tetralogie von Elena Ferrante. Die Leiterin der Bücherei, Frau Häffner, und ihre Mitarbeiterin, Frau Burger, lesen ausgewählte Kapitel. Für diejenigen, die noch nicht vom deutschlandweiten #ferrantefever befallen sind, bietet sich die Gelegenheit, sich anstecken zu lassen.

Elena Ferrante ist ein Pseudonym, deren wahre Identität bisher nicht gelüftet werden konnte. Ihr ist ein Weltbestseller gelungen: Laut New York Times das beste Porträt einer Frauenfreundschaft in der Gegenwartsliteratur.

In Italien ist der erste Band „Meine geniale Freundin“ bereits seit 2011 Kult. Er ist der erste Teil einer vierteiligen Saga um die Freundinnen Lila und Elena im Neapel der Nachkriegszeit. Eine Geschichte über alltägliche Gewalt und ein Leben in Armut und Enge, das aber auch von überbordenden Gefühlen geprägt ist. Eine Freundschaft beginnt, die von Anziehung und Abstoßung, vor allem aber von steter Konkurrenz geprägt ist.

Der zweite Band „Die Geschichte eines neuen Namens“ schildert die Jugendjahre. Lila und Elena repräsentieren zwei unterschiedliche Wege der weiblichen Entwicklung: Zum einen ist da die junge Ehefrau, die später in das Geschäft ihres Mannes einsteigen wird, und zum anderen die Studentin, die versucht, sich über die Aneignung von Bildung von ihrer sozialen Prägung zu befreien.

Hier wird europäische Geschichte zum ersten Mal als weibliche Nahgeschichte erzählt. Ein epochales literaturgeschichtliches Ereignis, in dem Männer durchaus ihren Platz haben – in glanzvollen Nebenrollen.

 

Buchvorstellung am Weltfrauentag 2017

Die Nördlinger und die Donau-Rieser Frauenlisten laden am Mittwoch, den 8. März, um 19.30 Uhr, zu ihrer traditionellen Veranstaltung zum Weltfrauentag in die Stadtbibliothek in Nördlingen ein..

Vorgestellt werden die ersten beiden Bände der neapolitanischen Tetralogie von Elena Ferrante. Die Leiterin der Bücherei, Frau Häffner, und ihre Mitarbeiterin, Frau Burger, lesen ausgewählte Kapitel. Für diejenigen, die noch nicht vom deutschlandweiten #ferrantefever befallen sind, bietet sich die Gelegenheit, sich anstecken zu lassen.

Elena Ferrante ist ein Pseudonym, deren wahre Identität bisher nicht gelüftet werden konnte. Ihr ist ein Weltbestseller gelungen: Laut New York Times das beste Porträt einer Frauenfreundschaft in der Gegenwartsliteratur.

In Italien ist der erste Band „Meine geniale Freundin“ bereits seit 2011 Kult. Er ist der erste Teil einer vierteiligen Saga um die Freundinnen Lila und Elena im Neapel der Nachkriegszeit. Eine Geschichte über alltägliche Gewalt und ein Leben in Armut und Enge, das aber auch von überbordenden Gefühlen geprägt ist. Eine Freundschaft beginnt, die von Anziehung und Abstoßung, vor allem aber von steter Konkurrenz geprägt ist.

Der zweite Band „Die Geschichte eines neuen Namens“ schildert die Jugendjahre. Lila und Elena repräsentieren zwei unterschiedliche Wege der weiblichen Entwicklung: Zum einen ist da die junge Ehefrau, die später in das Geschäft ihres Mannes einsteigen wird, und zum anderen die Studentin, die versucht, sich über die Aneignung von Bildung von ihrer sozialen Prägung zu befreien.

Hier wird europäische Geschichte zum ersten Mal als weibliche Nahgeschichte erzählt. Ein epochales literaturgeschichtliches Ereignis, in dem Männer durchaus ihren Platz haben – in glanzvollen Nebenrollen.

 

INTERNATIONALER FRAUENTAG 2016

LIOBA ALBUS

Von der Göttin zur Gattin

Lioba Albus gewährt satirische Blicke hinter Ehe-Kulissen. Toller Erfolg für die Nördlinger Frauenliste

Von Toni Kutscherauer

 

Lioba Albus begeisterte mit ihrem Programm „Von der Göttin zur Gattin“ im Nördlinger Schrannensaal.

 

Einen anderen Weg wollten die Verantwortlichen der Nördlinger Frauenliste anlässlich des internationalen Frauentages heuer einschlagen: Statt wie bisher auf eine politische Veranstaltung zu setzen, präsentierte man diesmal Kabarett. Der Versuchsballon erwies sich gleich in zweifacher Hinsicht als Volltreffer. Denn zum einen fanden kaum erwartete 125 Besucher den Weg in den Schrannensaal und zum anderen begeisterte Lioba Albus mit ihrem Programm „Von der Göttin zur Gattin“ mehr als zwei Stunden lang das Publikum.

Dabei schlüpft die Künstlerin in mehrere Rollen, thematisch bedingt natürlich vorwiegend in prägnante Frauenrollen. Den Auftakt macht „Mia Mittelködder“, Ehe erprobte Mitt-Sechzigerin, die es nicht schlimm findet, wenn der beleidigte Gatte schweigt („mehr Platz für weibliche Fantasien“). Und die genau weiß, wie sie mit ihrem Gustav umgehen muss: „Wenn man als Frau den richtigen Ton trifft, schwimmt der Mann in einem Meer von Testosteron.“ Denn, der Durchschnittsmann „sucht keine Frau, sondern eine Zweitmutter“, und so wartet Frau meist vergeblich auf Komplimente („Texte, die Mann nicht auf der Festplatte hat“).

In der Folge beweist Lioba Albus, dass sie auch gesellschaftliche und politische Themen geschickt in ihr Programm einzuflechten weiß. So spannt sie den Bogen über „Mother Merkel“ („Toll, dass sie die alten Sakkos ihres Mannes aufträgt“) und deren Flüchtlingspolitik bis hin zum mangelhaften Gebärwillen deutscher Frauen („der germanische Eierstock hat’s ein bisschen verlernt“). Doch zum Trost für alle Kinderlosen wird mit drastischen Worten beschrieben wie ein „pubertierendes Rattenpack“ in kürzester Zeit eine Wohnung „befallen“ und verwüsten kann.

Mit präziser Sprachgewalt und Formulierungskunst zeichnet die ausgebildete Schauspielerin Lioba Albus ihre Bühnenfiguren und wagt sich in einer der lustigsten Nummern sogar in eine Männerrolle. Dabei gerät eine allzu ehrliche Lobesrede für den Kumpel unter Alkoholeinfluss völlig außer Kontrolle: Das einst so coole Geburtstagskind Günter wird als impotenter Spießer enttarnt und die Untreue seiner Ehefrau („blutleeres Pantoffeltierchen“) offenbart, bis die heile Scheinwelt der Neureichen krachend in sich zusammenstürzt.

Die Sauerländerin Lioba Albus präsentiert in Nördlingen ein pointiertes und spritziges Kabarettprogramm rund um den Geschlechterkampf, indem sie „die Testosteron- und die Östrogenfraktion“ genau beobachtet. Natürlich werden Männlein („was brauch ich ‘nen Sixpack, wenn ich mir ein Fässchen leisten kann?“) wie Weiblein („mit teurem Schmuck behangene Trockengrotten“) satirisch überzeichnet. So bietet die sehr spezielle Interpretation der menschlichen Schöpfungsgeschichte zahllose hintersinnige Nadelstiche. Und wer kann sich beim geschilderten Badehosenkauf für den übergewichtigen Ehemann oder irrwitzigen Erlebnissen im Whirlpool die ungezügelte Schadenfreude verkneifen?

Das vorwiegend weibliche Publikum ist begeistert, obwohl Lioba Albus auch ihre Geschlechtsgenossinnen nicht schont. Mit lang anhaltendem Beifall wird die Künstlerin verabschiedet, hat sie doch ein (nicht ganz ernst gemeintes) Ziel ihres Programms zweifelsfrei erreicht: eine „Übungsstunde“ zum Überleben in der „Empathie-Wüste Ehe“.

Rieser Nachrichten vom 15. März 2016

Kabarettistische Anleitungen zum Glücklichsein

Pressestimmen - Lioba Albus

FAQ  an die Kabarettistin

Vita der Kabarettistin

 

Schutz vor häuslicher Gewalt
Podiumsdiskussion zum Thema Gewalt gegen Frauen. Wie man sich wehren
kann Von Victoria Schrödersecker

Die Teilnehmerinnen an der Podiumsdiskussion (von links): Ingrid Riedelsheimer (Weißer Ring), Susanne Kirchgasser (Polizei Nördlingen), Regina Thum-Ziegler, Melanie Schäffenacker (Frauenhaus Nordschwaben), Dr. Andrea Theurer (Rechtsanwältin) und Rita Sperber-Nusch (Sozialpädagogin). Foto: Victoria Schrödersecker

Gewalt gegen Frauen ist trauriger Alltag. Fast jede dritte Frau in Deutschland hat mindestens ein Mal in ihrem Leben körperliche oder sexuelle Gewalt erfahren. Doch nur jede fünfte wendet sich an eine Beratungsstelle und Unterstützungseinrichtung. Häusliche Gewalt ist die häufigste Ursache von Verletzungen bei Frauen.

Seit rund drei Jahrzehnten gibt es deshalb den Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen. Er wird jährlich am 25. November begangen.

Verschiedene Menschenrechtsorganisationen bereiten an diesem Tag Aktionen vor, um auf das Thema aufmerksam zu machen. So auch in Nördlingen. Am Mittwoch veranstalteten die Bunten Frauen Nördlingen in der Stadtbibliothek eine Podiumsdiskussion zum Thema Gewalt gegen Frauen. Regina Thum-Ziegler führte als Moderatorin durch den Abend. Doch wo fängt Gewalt überhaupt an? Wo ist die Grenze und wie viel lässt man sich gefallen? Streiten gehöre zu einer Beziehung oder Ehe doch dazu, sagt Thum-Ziegler. „Ein systematisches Niedermachen oder die psychische Gewalt in Form von Demütigungen, sind manchmal fast schlimmer als die körperliche Gewalt“, sagt Melanie Schäffenacker vom Frauenhaus Nordschwaben. Wenn jemand in Not ist, muss demjenigen geholfen werden. Wenn man dazu nicht selbst in der Lage ist, dann eben mithilfe der Polizei. „Wenn wir einen Anruf wegen häuslicher Gewalt von den Nachbarn wegen Geschrei erhalten, fährt meistens eine gemischte Steife los“, sagt Susanne Kirchgasser von der Polizei Nördlingen. So könne man sich dann getrennt unterhalten. Wenn die Frauen aber den Vorfall leugnen, könnten sie nichts machen. Sie könnten ihre Hilfe nur anbieten. Es liege dann in den Händen der Frau, ob und wann sie etwas unternimmt.

Die Auszüge aus dem vertrauten Heim ins Frauenhaus, seien heutzutage aber viel strukturierter als noch vor fünf Jahren. Es sei nun ein geplanter Auszug. Eine Deadline, wie lange die Frauen im Frauenhaus bleiben dürfen, gebe es nicht. „Die Frauen wären ja anderweitig obdachlos und es würden ihnen die Kinder entzogen werden“, sagt Schäffenacker. Laut einer Statistik blieben die meisten jedoch zwischen drei und sechs Monaten. Sollten die Frauen jedoch einen Anwalt einschalten, könne dieser vor Gericht die Wohnungszuweisung nach dem Gewaltschutzgesetz beantragen, sagt Rechtsanwältin Dr. Andrea Theurer. Den Männern würden Auflagen erteilt, sich von dem Grundstück fernzuhalten. Wenn ein Opfer Hilfe braucht, erhält es diese auch direkt. „Wenn jemand bei mir anruft, bin ich direkt zur Stelle“, sagt Ingrid Riedelsheimer vom Weißen Ring. Oft liege der Fehler aber bereits in der kindlichen Erziehung. Frauen meinen oftmals, alles ertragen zu müssen, sind emotional abhängig oder fürchten den gesellschaftlichen Absturz, und trennen sich daher nicht von ihren Partnern. Auch in Nördlingen gibt es Unterstützung. Die Diakonie Donau-Ries steht Hilfesuchenden in schwierigen Lebenssituationen beratend zur Seite.

 

Pressemitteilung/Nachbericht zum EPD von Siegrun Fischbach
für alle Gruppierungen des „Lärmzuges“ am 20.03.15 in NÖ, Innenstadt:
Am 20. März war wieder Equal Pay Day. Der Tag erinnert daran, das für das gleiche Einkommen Frauen 444 Tage und Männer 365 Tage arbeiten oder das es eine Lohnlücke von ca. 22 % gibt.
Frauen aus unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Gruppierungen in Nördlingen haben am Freitag lautstark auf diesen Missstand aufmerksam gemacht.
Frauen sind von Niedriglöhnen und unsicherer Beschäftigung besonders betroffen. Ab einem Bruttoeinkommen von 40.000 Euro gibt es mehr als doppelt so viele Männer wie Frauen und in der Gruppe von über 75.000 Euro finden sich weniger als 20 % Frauen.
Über Geld spricht man!
Wir, Frauen und Männer, dürfen und müssen über die eigenen Gehälter sprechen, um den notwendigen Kulturwandel der Arbeitswelt zu schaffen. Denn oft wissen Frauen und Männer nicht einmal von diesen Unterschieden und darum ist es Zeit für das „Spiel mit offenen Karten“. Dazu soll ein Gesetz der Entgeltgleichheit beitragen, in dem Transparenzregelungen vorgesehen sind.
Jedoch werden mit so einem Gesetz weder Steuerungerechtigkeit noch Ungleichheiten bei den Gehältern abgeschafft. Die Durchsetzung tatsächlicher Lohngleichheit erfordert darüber hinaus endlich die Abschaffung des Ehegattensplittings, einen Rechtsanspruch auf die Rückkehr aus Teilzeit in Vollzeit und die Aufwertung
frauendominierter Berufe.


Taschen haben für viele Frauen ihren Reiz. Gemeinsam wollen wir erreichen, dass in
der Tasche tatsächlich mehr drin ist – mehr Geld (Entgeltgleichheit), mehr tolle Jobs
(Quote), mehr Schutz vor Diskriminierung und Gewalt.
 

 

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