Presseartikel und eigene Texte

 

JAHRESRÜCKBLICK August 2018 bis Juni 2019

Rückblick und Vorschau:

Neuwahl bei der Nördlinger Frauenliste am 10. Juli 2018
Die Vorstandschaft wurde einstimmig wieder gewählt und nahm auch die Wahl an:
1. Vorsitzende: Birgit Ludwig
2. Vorsitzende: Sonja Kuban
Kassiererin : Maria Leunissen
Schriftführerin: Silvia Gollmer
Beisitzerinnen: Heidi Hager, Sabine Handl

Interkulturelle Woche

Keine Teilnahme

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen am 25.11.2018

„Frauenliste trifft Frauenhaus“

Frau Ursula Kneißl-Eder, 2. Vorsitzende des Frauenhaus Nordschwaben e.V. stellte den interessierten Anwesenden das Projekt Frauenhaus anschaulich dar. Nach der lebhaften Diskussion erklärten sich Einzelne zur Teilnahme an der Rufbereitschaft bereit.
Beim gemeinsamen Brunch fanden noch intensive Gespräche statt.
 

Internationaler Frauentag 2019:
Film: # Female pleasure

Dieses Jahr wagten wir uns wieder einmal an eine Filmvorführung Dank dem von Inge Heilemann ausgesuchten Werkes und der gelungenen Zusammenarbeit mit dem Riestheater kam es zu einem überwältigenden Erfolg ( s. Pressebericht auf der home-page )

Am 11. Mai 2019 fanden in Wemding die Jahreshauptversammlungen der Frauenlisten Bayern e.V. und des Landesverband Frauenlisten Bayern e.V. statt. Birgit Ludwig und Sonja Kuban nahmen teil.

Wir unterstützten einmalig mit einer Spende die Mädchenarbeit der städtischen Jugendsozialarbeiterin und die Stadtbibliothek mit dem Projekt „Lerncafe“.

Folgende Themen waren immer wieder Diskussionsstoff:

-  Verkehrsplanung in der Kernstadt - insbesondere Fahrradwege-Konzept
-  Parksituation in der Kernstadt
-  Bauvorhaben der Stadt u.a. Schulen

 

Jahreshauptversammlung der Nördlinger und Donau-Rieser Frauenlisten

Im „Sixtenbräu-Stüble“ versammelten sich die Mitglieder der Nördlinger und Donau-Rieser Frauenlisten zu ihrer Jahreshauptversammlung. Wahlen standen diesmal für die Donau-Rieser Frauenliste an. Einstimmig wurden Barbara Geppert zur 1. Vorsitzenden und Gisela Riehle zur 2. Vorsitzenden wiedergewählt. Zur neuen Kassiererin wird Sonja Kuban. Schriftführerin bleibt Silvia Gollmer. Die neuen Beisitzerinnen sind:
Regina Ziegler-Thum, Sabine Handl und Katharina Traber.
Als langjährige Kassiererin wurde Maria Leunissen verabschiedet, und ihr wurde mit einem herzlichen Applaus für ihre hervorragende Tätigkeit gedankt.

Im Jahresbericht wurde auf die Aktivitäten der letzten Monate zurückgeblickt:
Am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen gab Ursula Kneißl-Eder, 2. Vorsitzende des Frauenhaus Nordschwaben e.V., einen eindrucksvollen Überblick über ihre Arbeit.

Der 2. Schwerpunkt des Jahres, der Internationale Tag der Frau, war eine überwältigende Veranstaltung. Ein beeindruckender und berührender Film über ‚Frau und Sexualität‘ weltweit fand das Interesse zahlreicher ZuschauerInnen. Mit zwei Spendenübergaben (städtische Jugendsozialarbeit und Lerncafe) unterstützten die Frauenlisten speziell die weibliche Bevölkerung im Ries.

Neben den aktuellen Informationen aus Kreistag und Stadtrat sorgte die eigene Nachwuchssuche für reichlich Diskussionsstoff. Mit einem eigens erstellten Flyer sollen Frauen jeden Alters und aller Couleur ermutigt werden, sich politisch zu engagieren.

Beide Kreisrätinnen appellierten an die Anwesenden, ihre Petition zur Wiederbelebung der Hesselbergbahn zu unterstützen.

Des Weiteren lädt Regina Thum-Ziegler als Sprecherin des Aktionsbündnisses Parite im Juli nach München zum 5-Jahrestag der Popularklage ein. Und ein weiteres Jubiläum im Oktober: Die Wemdinger Frauenliste ist Gastgeberin des Bundeskongresses der Frauenlisten, der seinen 30. Jahrestag begeht.

 

Bericht zum Dokumentarfilm „Female Pleasure“ der Nördlinger u. Donau Rieser Frauenliste im Riestheater am 8. März 2019 zum Internationalen Frauentag

Von New York über Japan nach Somalia, Indien und Deutschland spannt sich der globale Bogen der sexuellen Repression gegen Frauen.

Das war die ernüchternde und erschütternde Botschaft des Films „Female Pleasure“, zu dem die Nördlinger und Donau Rieser Frauenliste am Internationalen Frauentag ins Riestheater geladen hatten.

Dass das Thema die Menschen auch in Nördlingen bewegt, zeigte nach dem Sektempfang im Foyer des Riestheaters, der fast komplett gefüllte Kinosaal.
Die Vorsitzende der Nördlinger Frauenliste Birgit Ludwig und Stadträtin Sonja Kuban sprachen in ihren einführenden Statements von den „Problemzonen“ der Geschlechterrollen im Lebenszyklus und Alltag der Frau.

Der Film verbreiterte und untermauerte ihre Thesen:

Es gibt definitiv eine Zweiklassengesellschaft von Mann und Frau. Die Fundamentalisten der katholischen Kirche, des Islam und des Judentums sind sich da erschreckend ähnlich. Die Problematik lässt sich auf einen gemeinsamen Nenner zurückführen: Die gesellschaftliche Tabuisierung der weiblichen Sexualität und die Negierung des weiblichen Körpers.
Während in einem Fruchtbarkeitsritus in Japan der Penis in Übergröße gefeiert und in Prozessionen durch die Straßen geführt wird, macht man im gleichen Land der Künstlerin Rokudenashiko, die in ihrem Werk die Vagina thematisiert, den Prozess!
Wie sie und Deborah Feldman sind auch die anderen Frauen im Film unerschrockene Kämpferinnen für Selbstbestimmung in ihrem Frau-Sein und gegen jede Form sexualisierter Gewalt.

Wie zynisch der Filmtitel gemeint ist, wird klar, wenn wir die fünf jungen Frauen aus unterschiedlichen Kulturen in ihrem Leid und Aufbegehren gegen patriarchale Strukturen begleiten und erleben. Geschlechterverstümmelung, Abwertung und religiös verbrämte Verachtung der Frau, sexueller Missbrauch (hier innerhalb der katholischen Kirche) und das weltweite Tabu der Vagina – selbst in der Kunst –, werden durch die Darstellerinnen eindringlich thematisiert. Dass Diskriminierung, Frauenhass und sexualisierte Gewalt weltweit zusammenhängen, kommt in „Female Pleasure“ (= weibliches Vergnügen!) klar zu Tage. Legitimation erfahren diese frauenfeindlichen Strukturen durch die heiligen Schriften jeglicher Couleur: Wir finden sie bei den Christen genauso, wie bei Muslimen, Juden, Hindus oder Buddhisten. Eindrückliche Zitate im Film machten dies deutlich.

Dieser Dokumentarfilm klärt auf:

Nur im globalen Zusammenwirken von Frauen und Männern können universelle Machtmechanismen gebrochen werden. Die Vorkämpferinnen zahlen dafür einen hohen Preis. Sie werden aus ihrem ehemaligen Umfeld verstoßen, diffamiert, verfolgt, bedroht. Es wurde deutlich, dass sie einen Kampf stellvertretend für uns alle führen, und dass wir aufgerufen sind, uns einzureihen. Denn durch Mut, Kraft und Lebensfreude, wie die fünf Frauen sie uns zeigen, können einengende, zerstörerische, frauenfeindliche Strukturen positiv verändert werden.

Und was heißt das ganz praktisch?
Frauen, müssen überall, wo Entscheidungen und Gesetze entstehen, gleichberechtigt mitentscheiden können. Die paritätische Besetzung von Frauen und Männern auf den Wahlzetteln ist dafür ein unumgängliches Hilfsmittel, wie es bei den Grünen von Anfang an Usus war. Auch die SPD hat in dieser Frage längst nachgezogen. Aber: „Frauen müssen Frauen zutrauen, Politik zu machen.“ Das ist – laut Sonja Kuban – leider noch nicht immer so. Dabei bringen Frauen eine andere Sichtweise ein und wollen diese auf Augenhöhe mit ihren männlichen Mitstreitern verhandeln.

 

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